OEE - Berechnungstabelle



Berechnung der Gesamtanlangeneffizienz (im Folgenden: "OEE" - Overall Equipment Effectiveness)

Gesamtanzahl aller verfügbaren Wochenstuden (alle Schichtstunden) Stunden
Gesamtzahl aller nicht verfügbaren Wochenstunden einschließlich vorgesehener und nicht vorgesehener Wartungsarbeiten, Vorbereitungszeiten, Personalmangel, Meetings... Stunden
Theoretische Maximalstückzahl pro Stunde (Idealdurchlauf oder Dauer eines Arbeitsgangs während einem Engpass) (Stückzahl pro Stunde)

Gesamtproduktion in diesem Zeitraum (Realproduktion)  
Gesamtproduktion in diesem Zeitraum (Realproduktion)  



Benutzen Sie diese Tabelle, um die OEE-Rate zu berechnen.
Wählen Sie eine Zeitspanne (z.B. eine Woche oder einen Monat) und ändern Sie die dementsprechend die Werte in der Tabelle.

Folgen Sie dem Beispiel: Die Pressenlinie bei Beispiel GmbH sieht 76 Schichtstunden pro Woche vor.

In der 42. Woche wurden ca. 8200 Artikel produziert, von denen 35 die Qualitätskontrolle nicht bestanden. Die Pressenlinie lief aus unterschiedlichen Gründen in dieser Woche 18 Stunden lang nicht. Die theoretische Maximalproduktion beträgt 200 Artikel pro Stunde.

Was bedeutet Gesamtanlangeneffizienz (OEE)?

OEE ist ein Hilfskonzept, das multiple Produktionsfaktoren und Datenpunkte kombiniert, um Informationen über den Prozess zu liefern. Es ist ein Benchmarking Konzept, das dazu beiträgt, die vielen Teilkomponenten des Produktionsprozesses (z.B. Verfügbarkeit, Leistung und Qualität) besser einschätzen zu können und wird genutzt, um das tatsächliche Ausmaß der erzielten Verbesserungen bei 5S, WCM, Lean Manufacturing, TPM, Kaizen und Six Sigma zu messen. Wenn Sie OEE auf diese Managementsysteme anwenden, werden die Vorteile greifbar und bemerkenswert.

Nachdem alle Faktoren in Erwägung gezogen worden sind, wird das Ergebnis in eine Prozentzahl umgewandelt. Die Ergebnisse (in %) können somit als Vorhersage der momentanen Produktionseffizienz einer bestimmten Linie, Zelle, oder Maschine gesehen werden.

Wie bekannt sind produzierte Güter das Ergebnis eines kompilzierten Produktionsprozesses - und ohne die richtigen Konzepte und Formeln können Sie davon ausgehen, dass Ihre Firma selbst tagsüber im Dunkeln tappt. Mit den richtigen Messfaktoren öffnet Ihnen OEE ein Blickfenster, durch das ungewöhnliche Probleme analysiert werden können und bietet Ihnen ein etabliertes System, mit dem Sie den Gesamtproduktionsprozess verbessern können.

Es gibt dutzende von Formeln, Systemen, und Messfaktoren, die zur Verbesserung des Gesamtproduktionsprozesses genutzt werden, aber nur OEE schafft es durch die Art und Weise, wie es Daten und Informationen verarbeitet, komplexe Produktionsprobleme auf einfache, leicht nachvollziehbare Schritte zu reduzieren. Das OEE Konzept hilft Ihnen dabei, Ihren Produktionsprozess durch einfache Messungen zu verbessern.

Das Gute an OEE ist, dass dieses Hilfskonzept nicht manipuliert werden kann.

OEE ist ein sehr einfaches Messsystem, das sofort den momentanen Zustand des Produktionsprozesses anzeigt und zusätzlich den Sprung zum vielschichtigen Hilfskonzept schafft, das Ihnen erklärt, welchen Effekt unterschiedliche Probleme auf den Produktionsprozess haben, und wie dies den Gesamtprozess beeinflusst.

Der großte Vorteil von OEE ist, das es Firmen gestattet, unterschiedliche betriebswirtschaftliche Funktionen zu haben, indem sie eine einzige leicht verständliche Formel anwenden.

OEE ist bei Weitem das effektivste Benchmarking Konzept wenn es darum geht, vernünftige Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Nützliche Formeln:

OEE = Realproduktion/Theoretische Maximalstückzahl

OEE = Verfügbarkeitsrate x Leistungsrate x Qualitätsrate

  1. Verfügbarkeitsrate - Der Anteil der Realproduktionszeit und der vorhergesehenen Produktionszeit. Alle vorhergesehenen Auszeiten und Ausfälle reduzieren die Verfügbarkeitsrate, einschließlich Vorbereitungszeiten, vorsorglicher Wartung, Ausfälle, und fehlendem Bedienpersonal. Die einzige Zeit, die Sie von der Verfügbarkeitsrate abziehen können ist die, die aufgrund fehlender Anweisungen verloren gegangen ist.
  2. Leistungsrate - Produktionsverlust durch Unterbenutzung der Maschinerie: Verlust entsteht dadurch, dass Maschinen nicht auf voller Geschwindigkeit laufen. Kurze, ungemeldete Auszeiten können ebenfalls die Leistungsrate beeinflussen.
  3. Qualitätsrate - Die Stückzahl der Produkte, die entsorgt oder verschrottet werden müssen.

Oskar Olofsson

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Oskar Olofsson

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